Verbundenheit

Dein Zustand, dein Körper, dein Geist – Wann fühlt es sich wie Zuhause an? Verbundenheit erzeugt ein Gefühl von Ganzheit, nichts fehlt. Es hat mit Erdung zu tun. Sich zu erden bedeutet, präsent zu sein. Vollkommen da, mit Dir selbst genauso wie mit einer anderen Person. In einer Welt der vielen Möglichkeiten eine echte Herausforderung.

Elena Brower sprach kürzlich beim Retreat „The Path of Fire and Light“ von „Higher States of listening, as if your life depends on it“ Indem wir einen Moment innehalten und uns selbst die Frage stellen „Wie geht es Dir? , wird uns klar, welche Bedürfnisse wir haben und was uns Zufriedenheit schenkt. Besonders wirksam ist die Übung, wenn wir alle Gedanken dazu schriftlich festhalten. Anderen Zuhören ist eine große Kunst. Sie erfordert, dass man sich selbst für einen Moment zurücknimmt und die andere Person in den Mittelpunkt stellt. Das hört sich einfach an, aber beobachte Dich mal in der Kommunikation mit anderen. Oft haben wir schnell einen guten Ratschlag parat, oder wollen unsere Sicht der Dinge mitteilen. Weniger ist mehr. Zuhören ist ein Geschenk.

Von Rod Stryker lernte ich, dass man auch mal mit Yoga Nidra den Tag beginnen kann. Vom Bett auf die Yogamatte und mit dem Bewusstsein jedem Winkel im Körper Leben einhauchen. Manchmal beginne ich auf diese Art meine Yoga Klassen. Einige lieben es und andere treibt es in den Wahnsinn. Hinter all unserer Beschäftigung, liegt oftmals eine tiefe Müdigkeit.

 

Yoga Nidra heißt zwar ‚Schlaf des Yoga‘, jedoch geht es hier um ein Aufwachen.

 

Um zu schlafen, muss man alle Rollen fallen lassen. Wir vergessen wer wir in der Welt sind und gelangen in unser Unterbewusstsein. Dort sind unsere Muster und Glaubenssätze feinsäuberlich abgespeichert. So kann eine Erfahrung aus der frühen Kindheit, durch einen einfachen Satz, oder eine Verhaltensweise  deines Gegenübers, glasklar an die Oberfläche gelangen. Dadurch wird deine Stimmung und die darauffolgende Handlung beeinflusst. Es passiert täglich, ohne das wir es merken. In jedem Erwachsenen lebt weiterhin das kleine innere schutzlose Kind. Dieses in anderen zu erkennen öffnet uns für Mitgefühl.

Hrydaya, unser Herz ist umgeben von einem Käfig, dessen Begrenzungen sich auflösen, wenn wir Licht hineinbringen. Sicher kennst Du das Gefühl, wenn jemand etwas sagt, das Dein Herz berührt. Ich habe in solchen Momenten oft das Gefühl sehr tief durchatmen zu können. Wenn ich eine tiefe Wahrheit in Worten spüre, kommen mir die Tränen. Eine Herz-zu Herz Kommunikation kann genauso nährend sein, wie eine lange Umarmung. Jedoch haben Worte ihre Begrenzung. Nicht nur, dass man nicht alles in Worte fassen kann, sie können auch einen besonderen Moment zunichte machen. Nämlich dann, wenn man ausschließlich auf der Ebene des Verstandes kommuniziert und weder sich selbst, noch die andere Person dabei spürt.

Verbundenheit hat viel mit Empathie zu tun. Ich hatte Momente der tiefen Verbindung immer dann, wenn nicht geredet wurde. Ich rede sehr gerne, aber vieles was wir sagen wiederholt sich. Aus energetischer Sicht verbraucht es Prana, unsere Lebenskraft. Wir müssen deswegen nicht pausenlos schweigend durch die Welt laufen. Vielmehr dürfen wir lernen Stille auszuhalten, um uns selbst uns andere in Ihrer Essenz hören zu können.

 

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