Fünf Fragen an Coach & Forrest Yoga Teacher Nicola Tröger

Forrest Yoga begleitet mich seit meiner Ausbildung bei Spirityoga. Als mir Ana zum ersten Mal begegnete, war ich fasziniert von ihrer Präsenz! Sie verströmte ein ansteckendes Feuer der Begeisterung, gepaart mit tiefer Hingabe und Wärme für ihre Schüler.Ich habe Forrest Yogalehrerin und Coach Nicola Tröger zu ihrer eigenen Praxis befragt und wollte außerdem wissen, was Sie zur Kommerzialisierung des Yoga denkt.

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Nicola, erzähl uns von dir und dem Projekt Earthwalking?

Forrest Yoga ist in Europa noch nicht so bekannt wie in den USA. Ich hatte zusammen mit zwei anderen Forrest Lehrerinnen und Freundinnen, Sita und Deborah die Vision, eine Plattform für diese Yoga Community in Europa zu schaffen. Forrest Yoga ist sehr durch indianisch-schamanische Spiritualität beeinflusst, deswegen haben wir unserer Plattform den Namen Earthwalking gegeben. Beim Earthwalking Festival, das wir vor einem Jahr gegründet haben, bringen wir verschiedene Lehrer- nicht nur Forrest Yogis- zusammen. Unser Festival ist für alle, die fühlen, dass der Weg zum Spirit durch den Körper geht. Wir möchten, dass sich immer mehr Menschen an die Weisheit des „ancient human“ erinnern, und sie mitten im heutigen Leben anwenden können. Wir nennen das: „Walking in Beauty“. Diesen Spirit geben wir auch in unseren Workshops weiter. Außerdem organisieren wir die Workshops mit Ana Forrest im Juni in Berlin, und viele andere Events.

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Earthwalking Trio von oben: Deborah, Nicola und Sita

Was hält die kommende Woche für dich bereit?

Meine Woche ist eine Mischung aus allem was ich liebe! Ich gebe meine Yoga-Klassen – wo sich gerade eine geniale Community entwickelt, und wir zusammen sehr viel Spaß haben. Wir lachen sehr viel… das hilft gegen jede Art von Leistungsdruck und macht die Muskeln geschmeidig. Dann arbeite ich zwei Tage jede Woche nur mit Einzel-Klienten. Ich bringe ihnen bei ihre Träume zu leben und freier zu sein! Außerdem unterstütze ich Ana Forrest’s Team in der Planung ihrer Events, Projekte und beim Tourmanagement. Den Rest der Zeit verbringe ich mit Freunden und außerdem habe ich eine Schwäche für Mittagsschläfchen. Aus den Träumen, die ich dann habe, werden oft neue Projekte. Von Earthwalking habe ich auch zuerst geträumt…

Was hast du zuletzt gelernt?

Ich lese gerade viel über ganzheitliche Medizin, und Chakren. Lange Zeit habe ich mit den Chakren nicht gearbeitet, das kam mir immer zu esoterisch und unpraktisch vor. Jetzt finde ich diese Philosophie total spannend. Durch meine Erfahrung mit Körperarbeit weiß ich, wie es sich im Körper anfühlt, wie es aussieht, und welchen Effekt es aufs Leben haben kann, wenn ein Chakra “blockiert” ist. Und wie man es lösen kann. Ich bin immer wieder fasziniert, wieviel wir wissen können, wenn wir einfach nur unseren Körper wahrnehmen. Wahrnehmen, ohne zu beurteilen. Vermutlich kam viel von der alten Weisheit so zustande, durch  Erfahrung ohne Interpretation.

Wie sieht deine eigene Praxis aus? 

Im Moment respektiere ich vor allem meine Grenzen. Ich hatte gerade eine Entzündung in der Schulter. Es war sehr lehrreich, mit dieser Einschränkung weiter zu praktizieren. Ich musste einen Weg zu finden, meine Praxis so anzupassen, dass sie genau zu meinem Körper in diesem Moment passt. Es hat mir wirklich beigebracht, noch mehr auf meine Bedürfnisse zu achten- auch außerhalb der Matte. Wenn man Gewohnheiten verändern muss, bringt das viel Kreativität in alles.Praktisch heißt das: ich verbringe eine lange Zeit in Pranayama und Warm-up Posen am Boden, die meinen Körper öffnen und mir einfach Spaß machen. Ich mache eine Serie von adaptierten Abs (Forrest Yoga Bauchübungen), sie bringen Wärme und Kraft in meinen ganzen Körper. Ich arbeite mit vielen stehenden Posen und Hüftöffnern und lasse alles weg, was Schmerz provoziert.

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Yoga ist heute kommerzieller denn je, was denkst du dazu?

Der “Kommerz” macht Yoga und Spiritualität für viele Menschen zugänglich, das mag ich. Man weiß nie, wie jemand, der nach Entwicklung und Heilung sucht, seinen Pfad findet. Wenn das durch kommerzielles Yoga passiert, daß sich eben leicht verkauft, ist das doch super! Ich selbst arbeite im Yoga und vor allem in meinen Einzelsitzungen mit viel Tiefe. Ich schrecke nicht davor zurück, Schmerz oder Angst in Menschen zu berühren (wenn sie es erlauben). Intensive Gefühle zuzulassen kann die Tür zu großer Veränderung sein. Wir investieren so viel Energie, um Gefühle zu kontrollieren oder zu verstecken – manchmal sogar vor uns selbst. Wenn wir innerhalb eines klaren Rahmens die Chance haben, sie zuzulassen, können Körper und Geist sich endlich erholen. Dann taucht von alleine mehr Kraft und Vertrauen auf, neue Schritte zu machen. Ich kann Menschen durch diese Tiefen begleiten, es liegt mir. Ana Forrest nennt das, „turning shit into fertilizer“. Ich behalte dabei immer sehr viel Leichtigkeit und lache oft mit den Leuten, während sie etwas Tieferes verarbeiten, das ist total wichtig.Trotzdem kann auch eher „kommerzielles Yoga“ voll Spaß machen! Nicht jeder will immer mit sich konfrontiert werden.

Nicola auf Facebook & Instagram.

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Buchempfehlung: Fierce Medicine: Breakthrough Practices to Heal the Body and Ignite the Spirit

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