Fünf Fragen an Days of Yoga

Dana und Ulrike  sind zwei Freundinnen, Kolleginnen und Yoginis aus Berlin. Auf ihrem Blog Days of Yoga geht es um ihre persönliche Erfahrungen, mit unterschiedlichen Studios, Stilen und Lehrern.  Ich finde, das ist eine große Bereicherung. Es kann dazu inspirieren, selbst öfter die Matte auszurollen, oder Yoga als festen Bestandteil in den Alltag zu integrieren.  Los geht’s mit den fünf Fragen an die Beiden…

 


1.) Ihr probiert verschiedene Studios, Stile und Lehrer aus. Was darf eurer Meinung nach in einer guten Yogastunde nicht fehlen und was mögt ihr nicht?

Uli: Schon alleine wenn man sich ansieht, wie viele unterschiedliche Stile und Schulen es im Yoga gibt, kann man sich denken, dass die Grenzen da sicher fließend sind und dass Schubladendenken vielleicht nicht praktikabel ist. Und dabei denken Menschen so gern in Schubladen! Eine große Motivation für mich ist es, dagegen ein wenig anzuschreiben. Ich selber war sehr lange nur in Vinyasa-Klassen, bis ich festgestellt habe, wie viel mehr es gibt und wie gut sich die Stile auch ergänzen. Ich lerne in einer Kundalini-Stunde etwas Neues – und kann es in einer Poweryoga-Stunde einsetzen, um meine Praxis zu vertiefen. Was in absolut gar keiner Yogastunde fehlen sollte? Savasana! In der Endentspannung soll der Körper verinnerlichen, was er gerade vorher gelernt und „erlebt“ hat. Egal ob das eine ruhige, stretchige Praxis war oder eine schweißtreibende mit wilden Asanas. Was ich gar nicht mag? Wenn der/die Lehrer/in mir keine Energie vermittelt, wenn der Ton nicht stimmt. Konkreter kann ich das leider nicht sagen.

Uli
Uli

 

Dana: Ich versuche eine Stunde nie in gut oder schlecht einzuteilen, sondern mehr zu fühlen, wo ich präsent war und wo weniger. Es gibt definitiv Hilfsmittel, die mir ermöglichen mich einzulassen und in der Stunde vollkommen präsent zu sein. Das wichtigste Hilfsmittel ist für mich Musik. Wenn ein Lehrer es schafft, mit Musik seine Stunde zu untermalen, ist das ein großes Geschenk für mich. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen lieber die falsche Musik als gar keine Musik. Damit stehe ich ziemlich alleine da, doch ich bin einfach ein Freak in der Hinsicht.

Was mir die Präsenz erschwert, ist ein kalter Yogaraum, schmutzige Matten (habe nicht immer meine eigene dabei und ich finde dass kein Lehrer sich zu schade sein sollte, die zu reinigen) oder die falsche Musik (hey, ich liebe die Herausforderung!). Schwierig finde ich auch, wenn ich das Gefühl habe, der oder die Lehrer/in hat die Stunde nie selbst praktiziert. 

Dana
Dana

 

 

2.) Glaubt ihr jeder sollte Yoga praktizieren? Würde das zu mehr Weltfrieden führen?

Uli: Ich versuche nicht, Leute zu missionieren. Aber ich würde sagen, dass es niemanden gibt, dem Yoga nicht gut tun würde!! Was Weltfrieden anbelangt… Ich bin kein Riesenfan von so universalen, aber oft leeren Phrasen. Ich denke, ich bin durchs Yoga auf jeden Fall selbst achtsamer und friedvoller geworden. Und jeder muss bei sich selber anfangen.

Dana: Nein. Ich glaube, jeder kann Yoga praktizieren. Niemand muss es. Niemand muss bewusst leben. Solche, die es tun, werden nicht wieder damit aufhören. Weltfrieden ist ein sehr abstrakter Begriff für mich. Sehr von oben herab. Ich würde mir wünschen, dass Yoga in jedem den inneren Frieden auslöst. Alles Weitere kommt dann.

uli.anusara

 

3.) Habt ihr Rituale, die euch durch den Tag begleiten?

Uli: Ich habe mit ein paar Freunden eine Email-Liste, in die alle (fast) jeden Tag ca. 3 Dinge/Erlebnisse/Gefühle schreiben, für die sie dankbar sind. Das hilft mir, zu reflektieren; und dabei, positiv zu denken – besonders auch, wenn es mir mal nicht blendend geht. Ich freue mich immer darauf, die Nachrichten der anderen zu lesen und meine zu schreiben. Das inspiriert. Und gleichzeitig bleibt man auch ganz gut auf dem Laufenden übereinander! 

Dana: Ich gehe nicht ohne meine kleine Morgenpraxis aus dem Haus. Da nehme ich auch mal Verspätung in Kauf. Ein Handstand muss im Laufe des Nachmittags drin sein für Energie. Und nach dem Mittagessen gehe ich ein paar Minuten an die frische Luft.Wenn ich bei meinem Freund schlafe, beginnen wir den Tag mit einer Meditation. Das Ritual ist noch neuer, aber ich finde es sehr schön.

Ein wöchentliches Ritual, das mir sehr am Herzen liegt:  Samstags um 17h zum Yoga in eine 2-stündige Klasse und anschließen kochen. Pures Glück.

 

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4.) Euer aktueller Lesetipp?

Uli: Ich habe Tränen gelacht und viel über Innenleben vs. Außenwahrnehmung gelernt: Amélie Nothomb, La métaphysique des tubes (Die Metaphysik der Röhren). Ihre Autobiografie von ihrer Geburt bis zu ihrem vierten Lebensjahr. Großartig.

Dana: Klischee, aber im Moment lese ich nur Yoga-Bücher. Und Koch-Bücher. Ich bin Fan von den „Ox“ Kochbüchern. Und Bücher über Länderküchen Erklärungen, woher das Gericht kommt.

 

5.) Die wichtigste Frage: Kaffee oder Tee?

Uli: Beides. Wenn es aber um Leben und Tod geht, dann Kaffee.

Dana: Da muss ich rein quantitativ abwägen. 8:1 für Tee.

Bild von Sofia Velasquez
Bild von Sofia Velasquez

Ihr findet die Beiden auch auf Facebook.

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